"Bieriges
Wissen"
Unser Lexikon in Sachen Bier
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Alkoholgehalt
Der
Alkoholgehalt des Bieres hängt eng mit dem Stammwürzegehalt
zusammen. Etwa ein Drittel der Stammwürze wird während
der Gärung in Alkohol umgewandelt. Unser Medardusbräu
hat beispielsweise einen Alkoholgehalt von 4,9% Vol.
Altbier
Ein
dunkles Vollbier, das nach guter "alter", d.h.
obergäriger Art vor allem im Rheinland gebraut wird.
Bier
Ein
Getränk, das durch alkoholische Gärung aus Hopfen,
Malz, Wasser und Hefe entsteht. Für untergärige
Biersorten darf laut dem Deutschen Reinheitsgebot nur Gerstenmalz,
für obergärige Biere auch Weizen- und andere
vermälzte Getreidesorten verwendet werden.
Bierausstoß
Pro
Jahr werden in Deutschland rund 110 Mio. Hektoliter Bier
gebraut. Wir tragen mit ca. 2300 Hektolitern einen kleinen
Teil dazu bei.
Bockbier
Besonders
als Weihnachts- oder Maibock erfreut sich dieses Starkbier
mit mindestens 16% Stammwürze großer Beliebtheit.
Filtration
Hilfsmittel
der Brauer, um das Bier längerfristig haltbar zu machen.
Wir verzichten aus geschmacklichen Gründen, allerdings
auf Kosten der Haltbarkeit auf diesen Produktionsschritt.
Gärung
Die
alkoholische Gärung erfolgt in den Gärtanks.
Hier wird der Würze die Bierhefe zugesetzt. Sie wandelt
Malzzucker in Alkohol und Kohlensäure um.
Gambrinus
ehemals
König von Flandern und bis heute Schutzpatron der
Bierbrauer.
Gerste
zweizeilige
Sommergerste eignet sich wegen des niedrigen Eiweißgehaltes
am besten zum Brauen. Sie wird durch das Keimen und Darren
in Malz umgewandelt und so für den Brauprozeß verwendungsfähig
gemacht.
Haltbarkeit
bei
filtriertem Bier beträgt die Haltbarkeit 6 Monate
und mehr, bei naturtrüben Sorten in der Flasche 4
Wochen und im Faß 6 Wochen.
Hefe
bringt
die Würze zur Gärung. Obergärige Hefe steigt
nach der Gärung nach oben, untergärige Hefen
setzen sich unten ab.
Hektoliter
Maßeinheit
der Getränkeindustrie. Ein Hektoliter ( hl ) = 100
Liter.
Hopfen
gibt
dem Bier den typisch herben Geschmack und erhöht die
Haltbarkeit. Außerdem verleiht er der "Blume" Standhaftigkeit.
Zum Brauen werden nur die Dolden des weiblichen Hopfens
verwendet.
Jungbier
heißt
das Bier nach der Gärung. Es reift in den Lagertanks
ca. 3 Wochen bis zur Ausstoßreife.
Kalorien
Bier
hat pro Liter rund 450 kcal, je nach Biersorte. Nur Mineralwasser,
Kaffee und Tee (pur) sind kalorienärmer.
Kölsch
ist
ein obergäriges Vollbier, das nur in Köln und
Umgebung gebraut werden darf.
Läutern
Nach
Beendigung des Maischevorgangs werden die festen und flüssigen
Bestandteile der Maische im Läuterbottich getrennt.
Die flüssigen Bestandteile werden Würze, die
festen Treber genannt.
Maische
Maischen
ist das Mischen von Malzschrot und Brauwasser. In diesem
Vorgang wird die Malzstärke zu vergärbarem Zucker
umgewandelt.
Malz
In
der Mälzerei wird aus Gerste, Weizen oder auch anderen
Getreidesorten Malz hergestellt. Dazu wird das Korn befeuchtet
um die natürliche Keimung einzuleiten. Ist ein bestimmter
Keimungsgrad erreicht, wird das sogenannte "Grünmalz" getrocknet
und für die Brauereien abgesackt.
Medardus
ist
der Schutzpatron der Stadt Lüdenscheid und "Pate" unserer
Hauptbiersorte "Medardusbräu".
Obergärig
Bevor
Anfang des 20. Jahrhunderts die Forschung Unterschiede
zwischen den einzelnen Hefestämmen entdeckte und sie
kultivierte, wurden die meisten Biersorten obergärig
vergoren. Sie verträgt im Gegensatz zur untergärigen
Hefe höhere Gärtemperaturen und entwickelt einen
fruchtigen Geschmack. Heute sind Weizen- und Altbier, sowie
Kölsch die bekanntesten obergärigen Biersorten.
Pilsener
ist
ein untergäriges, stark gehopftes Vollbier. Es verdankt
seinen Namen der Stadt Pilsen, in der dieser Biertyp erstmalig
eingebraut wurde.
Reinheitsgebot
ist
das älteste Lebensmittelgesetz der Welt. Es wurde
1516 in Ingolstadt erlassen und regelte die Zutaten für
die Bierproduktion: nur Wasser, Hopfen und Malz dürfen
seitdem verwendet werden. Die Hefe fand im Gesetz noch
keine Erwähnung, da sie damals noch unbekannt war.
Schankbier
ist
ein Bier mit reduzierter Stammwürze, das heute hauptsächlich
als Ausgangsprodukt für alkoholarmes oder -freies
Bier ist.
Stammwürze
ist
die Menge an aus dem Malz gelösten Stoffen, hauptsächlich
Malzzucker, die nach dem Kochen in der Würze vorliegen.
Treber
ist
das nach dem Läutern zurückbleibende, ausgelaugte
Malzschrot. Es enthält noch sehr viel Eiweiß und
eignet sich hervorragend als Viehfuttermittel.
Untergärig
Der
Hauptanteil an den produzierten Biersorten ist untergärig.
Sie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Dänemark
entdeckt und kultiviert. Die untergärige Hefe setzt
sich nach der Gärung unten im Gärgefäß ab,
die obergärige steigt nach der Gärung auf. Daher
die Unterscheidung zwischen den Hefen.
Vollbier
ist
ein Bier mit mindestens 10% Stammwürze. Die meisten
erhältlichen Biere fallen unter diese Kategorie.
Würze
ist
die Malzzuckerlösung, die nach dem Läuterprozess
zusammen mit dem Hopfen gekocht wird. Es ist sozusagen
die Vorstufe zum Bier.
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